Im Test: Das vegane Steak aus dem 3D Drucker von Redefine Meat

3.5K

Die Debatte um unseren viel zu hohen Fleischkonsum und das damit verbundene Tierleid wird von Jahr zu Jahr schärfer. Umso mehr drängen vegane Alternativen auf den Markt, die versuchen nahezu jedes tierische Produkt zu imitieren. Vegane Fleischalternativen stehen hoch im Kurs und sind mittlerweile bis in die Spitzengastronomie vertreten.

Übersicht

Kleines Statement vorab

Eins vorab, denn das stört mich persönlich am meisten wenn ich Reviews zu veganen Produkten lese: auch wenn es ein veganes Ersatzprodukt ist, geht es nicht darum 1:1 gleich zu sein, wie das Original. Im Fokus steht für mich die Frage ob es eine leckere und schmackhafte Alternative zu dem Ursprungsprodukt ist. Man muss dem veganen Produkt stets die Chance geben auf Augenhöhe zu performen, statt Äpfel mit Birnen zu vergleichen .

Redefine Meat - Plantbased Steak für Fleischliebhaber

In unserer ersten Review im Bereich Vegane Ersatzprodukte steigen wir direkt mit einem der vielversprechendsten Produkte ein, das der Markt zu bieten hat. Die Rede ist von Redefine Meat, die sich als Schmiede von „neuem Fleisch“ weltweit einen Namen gemacht hat. Was mich fasziniert, ist die etwas andere Herangehensweise von Redefine Meat.

Der Fokus liegt auf dem Erschaffen einer neuen „Fleischart“ ohne den Einsatz tierischer Produkte – dafür aber durch Innovation und Technik. So erreicht Redefine Meat nicht nur die Hardcore Veganer und Flexitarier, auf lange Sicht kann so auch bei Fleischliebhabern das Interesse geweckt werden sich ab und an für eine solche Alternative zu begeistern.

 

Jetzt Tasting Termin vereinbaren

Klicke jetzt auf diese Box um Dir selbst ein Bild von der Qualität der Redefine Meat Produkte zu machen und vereinbare einen kostenlosen Tastingtermin.

Aus was besteht das vegane Steak von Redefine Meat?

Fleisch hat von Haus aus eine sehr komplexe Struktur, daher muss das Fleischersatzprodukt der Zukunft mehr sein, als eine Art Bulette mit Fleischgeschmack.

Beef Flank von Redefine Meat besteht aus den gängigen Bestandteilen veganer Fleischersatzprodukte. Neben Erbsen- und Sojaproteinen sind Weizenproteine, Rote Beete und Kokosfett Hauptbestandteile des Veganen Steaks.

3D Druck das Geheimnis zum veganen Steak der Zukunft

Die Innovation betsteht jedoch bei Redefine Meat in der Herstellung der Fleischstruktur, denn das Vegane Steak wird in einem speziell entwickelten 3D Drucker hergestellt. Es werden sowohl Muskelfasern, als auch das Blut sowie das Fett nachgebildet um ein möglichst authentisches Mundgefühl zu erzielen.

Der erste Eindruck zum pflanzlichen Steak von Redefine Meat

Optisch erinnert das Beef Flank and das Endstück eines dünnen Roastbeefs. Die Farbe ist rosa, die Fasern des gedruckten Steaks sind deutlich zu erkennen. Noch deutlicher wird es beim Anschneiden des rohen Steaks.

Der Geruch erinnert ein wenig an Gemüsebrühe. Das es sich hierbei nicht um Fleisch eines toten Tieres mit den dazugehörigen Reife- und Zersetzungsprozessen handelt, wäre ein typischer Fleischgeruch auch nicht zu erwarten.

Die Struktur des rohen veganen Steaks erinnert an die eines well done gebratenen Rumpsteaks. Deutlicher Pluspunkt für Redefine Meat: Alles in allem sieht es im Vergleich zu anderen veganen Steaks deutlich mehr nach Steak aus, als nach Hacksteak. Es wäre daher auch möglich#, es offen in einer Fleischtheke zu präsentieren und Interesse zu erwecken.

Wie bereitet man das vegane Steak zu?

Vor dem Braten teilen wir das Beef Flank in 3 Portionen, was bei 300g Gesamtgewicht eine Portion von 100g ergibt. Entsprechend Anweisung des Rezeptvideos, das sich hinter dem QR Code auf der Packung verbirgt, beträufeln wir die pflanzlichen  Steaks von allen Seiten mit neutralem Rapsöl.

Der häufigste Fehler beim Zubereiten eines veganen Steaks ist, dass man es zubereitet  als wäre es einfach nur Fleisch. Während ein gewöhnliches Steak bei 55-58°C medium gegart ist, benötigt das Redefine Meat Steak eine Kerntemperatur von 72°C, um ein ordentliches Genusserlebnis zu bieten.

Stärkere Maillard Reaktion als bei Fleisch

Beim Anbraten ist Vorsicht geboten. Durch den hohen Proteingehalt und weil kein Wasser beim Braten austritt, entsteht sehr schnell eine dunkle Kruste. Doch auch wenn sie mal etwas dunkler ausfällt schmeckte diese in unserem Test nie verbrannt.

Kein Garverlust bei veganem Steak von Redefine Meat

Wir haben das Steak aus dem 3D Drucker sowohl nach dem Auspacken, als auch nach dem Garen gewogen. Überraschend war, dass das Steak nach dem Braten sogar schwerer war, als vor dem Braten.

Veganes Steak Sous Vide Garen?

Ja richtig, das beste Ergebnis mit dem pflanzlichen  Steak von Redefine Meat erzielten wir durch das Sous Vide Garen bei 72°C. Was mich dabei beeindruckt hat, ist dass das vegane Steak selbst nach 4 Stunden bei 72°C keinen Qulitätsverlust aufwies, was gerade im a la Carte Geschäft eines Restaurants einen großen Vorteil in Sachen Vorbereitung und Zubereitung bieten kann.

So schmeckt das vegane Steak aus dem 3D Drucker

Aus Fairnessgründen habe wir das Steak einmal ohne das Arosieren mit Butter zubereitet, als auch mit Butter.Ohne Butter, natur gebraten und ohne Gewürze schmeckt man vor allem die knusprige Kruste. Der Kern des Steaks ist weiterhin saftig. Der Eigengeschmack erinnert an Fleisch, auch wenn er nicht mit dem eines klassischen Steaks vergleichbar ist.

Würde ich das Redefine Meat Steak mit geschlossenen Augen verkosten, wäre wahrscheinlich die Frage: „Was für ein Fleisch ist das?“ dabei herausgekommen. Und ich finde, das ist schon ein sehr großer Schritt in die richtige Richtung.

Die Optik des Beef Flank von Redefine Meat

Optisch sieht das Redefine Meat Steak aus wie ein schön gebratenes Rinderfilet. Rosa im Kern, braune knusprige Kruste. Es ist optisch das schönste vegane Steak, das ich gesehen habe. Während meistens eher Buletten oder Hacksteak Optik dominiert, haben wir hier auch optisch ein tolles Produkt. Es muss ein cooles Gefühl für den berühmten „Quotenveganer“ sein, wenn er oder sie im Restaruant ein veganes Gericht bekommt, das sogar besser aussieht, als die nicht-veganen Gerichte.

Kleines Manko: Die Verpackung

Ein kleines Manko haben wir jedoch finden können. Die Verpackung ist zwar wunderschön jedoch recht plastiklastig für 300g Veganes Steak. Hier würden wir uns Gastrogebinde wünschen, was wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit sein wird.

Wo kann ich Redefine Meat kaufen?

Aufgrund der aufwendigen Produktion und der hohen Nachfrage ist Redefine Meat nur bei ausgewählten Händlern verfügbar, wie zum Beispiel bei Transgourmet oder Bosfood.

Unser Fazit zum veganen Steak aus dem 3D Drucker

Es ist eine Wucht. Wenn man bedenkt, dass wir bei weitem noch nicht am Ende der Möglichkeiten angekommen sind, hat Redefine Meat beeindruckende Arbeit geleistet. Ich habe noch nie ein Produkt verkosten dürfen, das in Sachen Textur und Geschmack so nah an ein tierisches  Steak heran kam.

Wenn die Verpackung auch für die Gastro optimiert wird, wird diese Steak-Alternative kaum noch aufzuhalten sein.

Testbericht & Bewertung

Gesamtbewertung
5/5
Optik
5/5
Innovation
5/5
Geschmack
5/5
Inhaltsstoffe
5/5
Verpackung
3.5/5
Preis
4/5

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert